Pflegeberatung

Eine Pflegeberatung ist nichts anders als ein Gespräch, um die zukünftige Versorgung des Klienten abzuklären. Das Ziel ist es, dass Klienten und auch Angehörige nach diesem Gespräch informiert sind und bestens Bescheid wissen, wie es zukünftig weitergehen soll. Eine Pflegeberatung ist dann sinnvoll, wenn die Frage im Raum steht, wie man im Alter leben möchte oder wie man leben möchte, wenn es krankheitsbedingt zu einem Unterstützungsbedarf kommt. In so einer Situation gut informiert zu sein, ist sehr wichtig.

  

Die Pflegeberatung kann helfen, wenn man sich unsicher ist, inwieweit Unterstützung notwendig ist. Hierbei ist es wichtig die momentane Situation zu beurteilen und gemeinsam eine Lösung zu finden. Während diesem Gespräch stellt sich meist schnell heraus, was der / die Klient/in noch selbst übernehmen kann, inwiefern Angehörige unterstützend wirken können und welcher Unterstützungsbedarf von Außen abgedeckt werden soll. Jeder hat die Möglichkeit bei einer Pflegeberatung die unterschiedlichen Angebote kennenzulernen.

  

Außerdem bietet die Pflegeberatung Hilfestellung rund um das Pflegegeld an. Egal ob es sich um die Beantragung oder um eine Erhöhung des Pflegegeldes handelt. Weitere Angebote können ebenfalls während der Pflegeberatung besprochen werden. Hierzu zählen Hilfsmittel wie etwa die Notrufuhr, Schlüsselsafe oder auch das Aufdecken von Gefahrenstellen in den eigenen vier Wänden. Eine Pflegeberatung sollte stets in Anspruch genommen werden, um gut informiert zu sein und in eine sichere Zukunft zu gehen.

Pflegegeld

Das Ausmaß des Pflegegeldes richtet sich nach dem Pflegebedarf. Es sind sieben Stufen vorgesehen. Erforderlich ist ein Pflegebedarf von mehr als 65 Stunden pro Monat. Die Anzahl der Stunden des monatlichen Pflegebedarfs wird im Rahmen einer Begutachtung durch eine Ärztin/einen Arzt oder eine Pflegefachkraft festgelegt.

Pflegebedarf in Stunden pro MonatPflegestufeBetrag in Euro monatlich (netto)
Mehr als 65 Stunden1165,40 Euro
Mehr als 95 Stunden2305,00 Euro
Mehr als 120 Stunden3475,20 Euro
Mehr als 160 Stunden4712,70 Euro
Mehr als 180 Stunden, wenn
- ein außergewöhnlicher Pflegeaufwand erforderlich ist
5968,10 Euro
Mehr als 180 Stunden, wenn
- zeitlich unkoordinierbare Betreuungsmaßnahmen erforderlich sind und diese regelmäßig während des Tages und der Nacht zu erbringen sind oder
- die dauernde Anwesenheit einer Pflegeperson während des Tages und der Nacht erforderlich ist, weil die Wahrscheinlichkeit einer Eigen- oder Fremdgefährdung gegeben ist
61.351,80 Euro
Mehr als 180 Stunden, wenn
- keine zielgerichteten Bewegungen der vier Extremitäten mit funktioneller Umsetzung möglich sind oder
- ein gleich zu achtender Zustand vorliegt

71.776,50 Euro

Förderung der 24 Stunden Betreuung

Das Sozialministerium hat ein Förderungsmodell entwickelt, mit dem Leistungen an pflegebedürftige Personen oder deren Angehörige aus dem Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderungen gewährt werden. Ein Zuschuss ist ab Pflegestufe 3 nach dem Bundespflegegeldgesetz möglich.

Die Förderung bei der Beschäftigung von zwei selbstständig tätigen Betreuungskräften beträgt maximal 550 Euro pro Monat. Bei der Beschäftigung von zwei unselbstständig tätigen Betreuungskräften beträgt der Zuschuss maximal 1100 Euro pro Monat. Die Betreuung erfolgt gemäß den Bestimmungen des Hausbetreuungsgesetzes.

Anspruchsvoraussetzungen für die Förderung der 24 Stunden Betreuung

Für eine Förderung der 24 Stunden Betreuung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Bedarf einer bis zu 24 Stunden Betreuung
  • Bezug von Pflegegeld ab der Stufe 3
  • Vorliegen eines Betreuungsverhältnisses zur pflegebedürftigen Person, zu einem Angehörigen oder zu einem gemeinnützigen Anbieter
  • Die Betreuungskräfte müssen entweder eine theoretische Ausbildung nachweisen, die im Wesentlichen derjenigen eines Heimhelfers bzw. einer Heimhelferin entspricht, oder seit mindestens sechs Monaten die Betreuung der pflegebedürftigen Person sachgerecht durchgeführt haben. Alternativ dazu muss eine fachspezifische Ermächtigung der Betreuungskraft zu pflegerischen Tätigkeiten vorliegen.

Einkommensgrenze für die Förderung der 24 Stunden Betreuung

Bei der Antragstellung wird das Einkommen der pflegebedürftigen Person berücksichtigt. Die Einkommensgrenze beträgt 2500 Euro netto monatlich, wobei Leistungen wie Pflegegeld, Sonderzahlungen, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld und Wohnbeihilfen unberücksichtigt bleiben. Bei schwankendem Einkommen gilt ein Zwölftel des innerhalb eines Kalenderjahres erzielten Einkommens als monatliches Einkommen.

Für jede unterhaltsberechtigte Angehörige bzw. jeden unterhaltsberechtigten Angehörigen erhöht sich die Einkommensgrenze um 400 Euro bzw. um 600 Euro für unterhaltsberechtigte Angehörige mit Behinderung. Die Förderung wird unabhängig vom Vermögen der pflegebedürftigen Person gewährt.

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